Woher stammt der Weihnachtsbaum?

Jetzt beginnt die Zeit, in der viele Familien einen Weihnachtsbaum kaufen, aufstellen und gemeinsam schmücken. Aber woher stammt dieser Brauch überhaupt?
Die Tradition, sich an Weihnachten einen geschmückten Baum in der Wohnung aufzustellen, ist nicht so alt. Das kam erst im 19. Jahrhundert auf. Zunächst konnte sich nur die Oberschicht einen Baum leisten. Während zunächst eher protestantische Familien den Baum wählten, stellten die Katholiken nach wie vor lieber eine Krippe auf. Außerhalb von Wohnungen gab es die Tradition des Weihnachtsbaums schon viel früher. Bereits im 15. Jahrhundert stand der wahrscheinlich 1. Weihnachtsbaum. Einige behaupten, dass der Weihnachtsbaum seinen Ursprung im mittelalterlichen Paradiesspiel hat. Dabei ließ die Kirche die Geschichte von Adam und Eva nachspielen, die vom Baum der Erkenntnis aßen und damit Sünde über die Welt brachten. Dieser Paradiesbaum war beim Paradiesspiel prächtig geschmückt. Aber eigentlich ist der Weihnachtsbaum in der Bibel nicht erwähnt.
Die Entwicklung des Christbaumes hat also keinen eindeutigen Anfang, sondern setzt sich eher aus Bräuchen verschiedener Kulturen zusammen. In immergrünen Pflanzen steckt Lebenskraft und darum glaubte man, Gesundheit ins Haus zu holen, wenn man sein Zuhause mit Grünem schmückte. Bereits die Römer bekränzten zum Jahreswechsel ihre Häuser mit Lorbeerzweigen. Einen ganzen Baum zur Wintersonnenwende aufzustellen und zu schmücken, also am 25.12., ehrte auch den Sonnengott und war Teil des Sonnengott-Kultes. Auch in nördlichen Gegenden wurden im Winter schon früh Tannenzweige ins Haus gehängt, um bösen Geistern das Eindringen und Einnisten zu erschweren und das Grün gab Hoffnung auf die Wiederkehr des Frühlings. Ab etwa 1521 gibt es schriftliche Quellen, die belegen, dass in vereinzelten Städten reiche Bürger einen Weihnachtsbaum mit Weihnachtsschmuck in ihren Häusern aufstellten. Seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann dann die richtige Massenaufstellung der Weihnachtsbäume, denn immer mehr Leute konnten sich einen Weihnachtsbaum und Weihnachtsschmuck leisten. Aber „Die Kirche, der große Waldgebiete gehörten, schritt gegen das Plündern des Waldes zur Weihnachtszeit ein und billigte diesen „heidnischen“ Brauch nicht. Mit der Zeit aber gab sie den Widerstand gegen den Brauch langsam auf.“ Das heißt, die katholische Kirche hielt zu Beginn das Aufstellen des Weihnachtsbaumes für einen heidnischen Brauch und war dagegen. Da die reformierte Kirche keine Heiligen Verehrung praktiziert und auch deren Namenstage nicht feiert, verlegte Luther höchst persönlich die Bescherung auf Heiligabend. Da der evangelische Gabenbringer auch nicht mehr St. Nikolaus heißen konnte, änderte Luther den Namen in „ der Heilige Christ“, später entstand daraus die Bezeichnung Christkind. Nach 1800 wurde aus Knecht Ruprecht, ursprünglich der strafende Begleiter von Nikolaus und Christkind, allmählich der Weihnachtsmann. Ursprünglich hat man nur die Kinder beschert, erst in jüngerer Zeit beschenken sich auch Erwachsene.
Da die Bescherung im evangelische Norden nun auf die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember verlegt wurde, machte es Sinn, die Geschenke wie im katholischen Brauch irgendwo zu verstecken, um dem Brauch eine feierliche und spannungsvolle Note zu geben. Und da kaum der alte Brauch von einem geschmückten Tannenbaum eben recht und wurde ebenfalls „christianisiert“. Da diese Art des Feierns gut ankam, übernahmen auch Katholiken das Aufstellen des Weihnachtsbaums und die Bescherung am 24.
Das Aufstellen des Weihnachtsbaumes, war historisch betrachtet eine deutsche „Erfindung“. Es ist nachgewiesen, dass dieser Brauch zunächst nach ganz Europa exportiert wurde und später auch auf die anderen Kontinente überschwappte.
In unserer heutigen Zeit gibt es keine Rivalität mehr zwischen Katholisch oder Evangelisch. Sondern beide Bräuche haben sich vermischt. Doch lasst uns nun diese historisch, politisch, religiöse Entwicklung des Weihnachtsfestes bei Seite tun und uns nochmal auf das wesentliche Geschenk besinnen, was uns Gott gemacht hat. Er gab uns seinen Sohn aus Liebe, damit wir ewiges Leben haben können. Hast du, lieber Leser, dieses Geschenk schon angenommen? Wenn ja, nutzt du es oder hast du es schon vergessen und verloren wie man manchmal irdische Geschenke verliert? 🙂
(aus: Wikipedia)

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Ein Kommentar zu Woher stammt der Weihnachtsbaum?

  1. Daniela sagt:

    Hallo, ich suche gerade für die Kinderstundenarbeit in unserer Gemeinde die Erklärung , wo der Weihnachtsbaum herkommt. Ich habe viel verschiedenes gelesen und fand deinen Artikel sehr schön!!!
    Danke dafür und ich werde es morgen mit einbauen.
    Gottes Segen. Daniela

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