Taizegottesdienst in der Immanuelkirche: So schön, so besinnlich, viel zu kurz und viel zu selten…

Gestern abend fand um 18 Uhr ein Taizégottesdienst in der Immanuelkirche statt.
Wer es immer noch nicht weiß: bei Taizé handelt es sich eigentlich um einen ökumenischen Orden in Nordfrankreich, die ihre Gemeinschaft für Besucher aus der ganzen Welt geöffnet haben. Für die Gottesdienste bedeutet Taizé vor allem meditative Gesänge und innere Einkehr.
Spätestens seit dem Kirchentag in Dresden, wo wir mit mehr als 2000 Menschen beim Taizégottesdienst gesungen haben, bin ich dem Taizéfieber verfallen.
Der gestrige Abend war deshalb für mich ein Pflichttermin. Und ich wurde nicht enttäuscht.Der ganze Saal war wunderschön erleuchtet von hunderten Kerzen. Bei diesem Anblick fiel es nicht schwer in besinnliche Stimmung zu kommen.
Auf dem Plan standen unter anderem die Lieder „Laudate dominum“ und „Confitemini“ (ja, Latein in der Schule ist furchtbar, aber lateinische Taizélieder sind super!!). Das Ganze äußerst stimmungsvoll begleitet von Andreas Petersen und seinem Chor, mal laut und mal ganz leise. So fiel es auch nicht weiter auf, dass wir sicherlich nicht jeden Ton genau getroffen haben.
In der Predigt ging es um Markus 8, 1-9, die Speisung der Viertausend:
viertausend Menschen sind mit Jesus in der Wüste unterwegs und leiden Hunger. Jesus fordert seine Jünger auf ihnen allen zu essen zu geben. Die wissen natürlich gar nicht wo sie Essen für so viele Leute herkriegen sollen, weil nur sieben Brote da sind. Aber Jesus fordert sie auf, darauf zu vertrauen, dass es reichen wird – und siehe da: es reicht! Alle werden satt und plötzlich tauchen sogar noch ein paar Fische auf. Und nicht nur das: die Jünger sammeln später noch die Krumen ein und haben nun sogar mehr als zuvor!
Frauke (Müller-Sterl, die Pfarrerin) interpretierte diese Geschichte so, dass wir –wie die Jünger Jesus- aufgefordert sind in unsere Fähigkeiten zu vertrauen, auch wenn sie uns noch so gering erscheinen. Alles was wir einbringen, was wir bereit sind zu geben, hat das Zeug dazu jemand anderem gut zu tun und für alles was wir geben bekommen wir etwas zurück und sind am Ende reicher als wir es vorher gewesen sind.
Ich fand diese Auslegung unglaublich passend auch für die Jugendarbeit und ich habe das schon in vielen Situationen bestätigt gefunden! Umso mehr freue ich mich jetzt darauf mich bei der Kinderfreizeit auf Burg Bischofstein in den Herbstferien einzubringen, weil ich weiß, dass ich mit vielen schönen Erinnerungen zurückkommen werde.
Während der Predigt wehte passenderweise schon der Duft von aufgebackenem Brot in unsere Nasen und nach dem Gottesdienst wurden auch noch die ca. 100 Besucher gespeist und zwar mit leckerem selbstgemachten Chili con carne.
Nicht wenige summten, so wie ich, beim Verlassen der Kirche noch die Melodien der Lieder. Taizé geht einfach in den Kopf und ans Herz.

Eines der Lieder ist –> Behüte mich Gott

Einfach mal draufklicken, anhören, geniessen…

Viele Grüße,
eure Ruthi

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2 Antworten auf Taizegottesdienst in der Immanuelkirche: So schön, so besinnlich, viel zu kurz und viel zu selten…

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