Taizé Ostern 2011: eine Fahrt voller Herausforderungen & Überraschungen!

Ein Erlebnisbericht der Osterfreizeit nach Taize

Vor Taizé: „Na ja! Mal gucken! Aber eher nicht!“:
„Sei offen, hab Vertrauen, setz` dich mit Gott und dir selber auseinander, erlange den Sauerteig des Friedens, …“ (Aussage: Fahrten und Freizeiten 2011). Viele Informartionen gibt´s natürlich bei Wikipedia- WAS ist TAIZE überhaupt???
„Hey, mal langsam. Will ich das überhaupt? Ist doch anstrengend. Und eigentlich hab ich auch keinen Bock drauf. Ich weiß nicht.“
„Beten und Singen den ganzen Tag, nee, danke!“ (Aussage von Jugendlichen). …
… „Ach, kommt, als ich damals (vor 12 Jahren als Jugendliche) dort war, hat mich niemand zu irgendwas gezwungen. … Und ich war so begeistert. Ich kann mich zwar nicht mehr an alles erinnern, aber es wird bestimmt nicht langweilig, streng oder spießig! Es wird bestimmt toll!“ (Zitat: Steffi, die langsam aber sicher durch die Kommentare ebenfalls unsicher wurde (29 Jahre)).
Auch Andreas Petersen, unser Kantor, war zunächst skeptisch, wo hingegen Frauke Müller-Sterl, unsere Pfarrerin, die absolute Vorfreude verströmte.
Von anderen belächelt und nicht besonders motiviert, so begann unsere Reise!

Dass wir dort unbeschreibliche und für den ein oder anderen lebenswichtige Erfahrungen machen sollten, war nicht allen von uns vor der Fahrt bewusst.

In Taizé: „KRASS!“:
Mit ein wenig Aufgeschlossenheit und der Bereitschaft über sich hinauswachsen zu wollen, ermöglichte uns unsere Reise nach Taizé:
– Ein Abtauchen in ein Leben voller Annahme, Toleranz, Gemeinschaft, Zusammenhalt, Verständnis und Freude, und das unter Tausenden von Menschen!!!
– Das Erfahren und Kennenlernen von Menschen, die „anders“ (Was ist eigentlich ANDERS?) sind, die wir oder die uns ablehnen bzw. komisch finden.
– Mit weniger als sonst auskommen können.
– Die Herausforderung Annahme zu lernen, zu üben und zu erfahren!
– Das Freunde-finden (unter Menschen, wo wir es nie für möglich gehalten haben).
– Die Brüder (Mönche) überraschten uns durch ihre lockere, humorvolle, unheimlich sympathische Art.
– Das Singen & das Beten, die Gespräche & die Stille, die Natur & die Gemeinschaft wurden zur absoluten Seelenbefriedigung!

Nach Taizé „Wellcome back“:
„Willkommen zurück im Alltag! Willkommen zu Hause!“ – war von uns 3en der erste Gedanke, als wir Mc Donalds` in Karlsruhe am Sonntagmorgen, den 1. Mai um 5 Uhr früh betraten. Schnapsleichen, Menschen, die mehr als einsam wirkten, völlig vom ´Feiern` erledigte Jugendliche und Heranwachsende, Security und unglaublich missgestimmtes Personal. Hallelujah!

Die Ruhe und Stille sind inzwischen so gut wie weggeblasen! Hier im Alltag, in der Hektik und dem Stress, den Erwartungen und dem Funktionieren, bleibt die Ruhe und Stille, der Frieden, doch oft auf der Strecke. Entspannen fällt schwer und Liebe und Annahme mit jedem, der dir begegnet, … na ja, das geht manchmal einfach aber so gar nicht.
Manchmal summen wir noch einige Taizé-Lieder, die wie ein Ohrwurm hängen geblieben sind. Dann lächeln wir und denken noch mal ganz bewusst an die Zeit in Taizé, an die Tankstelle unserer Seele Ostern 2011!

Nächstes Jahr werden wir wieder fahren! Seit dem 2. Tag dort, planen wir gemeinsam an einer Fahrt für nächstes Jahr! Taizé 2012 – Wir kommen! Aber im kommenden Jahr haben wir mehr vor! Unsere kleine „Versuchskanninchen“-Gruppe soll auf mindestens 10-40 ansteigen und ihr seid alle herzlichst eingeladen euch anzuschließen. Jeder, der sich traut, offen oder bereit ist für Weiterentwicklung, Herausforderungen, Abenteuer, Annahme und Gemeinschaft, kann sein Interesse schnellstmöglich, zum Beispiel bei Steffi (stefanie.grigowski@friedenskirche.eu), bekunden.

Im Folgenden haben wir für euch die gefühlten Temperaturen, die Länder, das Essen, den Tagesablauf und ein Schlagwort-Interview mit jeweils Yannick und Julia dokumentiert. Viel Spaß beim Eintauchen in eine vielleicht, nein, ganz bestimmt, bessere Welt! …

 

Die gefühlten Taizé-Camping-Temperaturen
Wenn mich etwas frustriert, dann ist es die Vorhersage von unbeständigen Wetter vor einer Reise mit begrenztem Gepäck, denn das bedeutet: „Wat soll ich denn nun einpacken?! Arg, Urg, Seufz, Stöhn, Ätz! Ich krieg ´ne Kriseeeeeeeeeeeeeeee!“
Letztendlich können wir sagen, dass Kleidung mit doppelter Funktion (auch wenn`s in der Anschaffung nicht gerade billig ist) einfach am Sinnvollsten ist. Morgens war es im Großen und Ganzen recht frisch, tagsüber wurde es echt heiß, gerade beim Anstellen zum Mittagessen, abends kühlte es grundsätzlich ab und nachts hatten wir gefühlte Eiszapfen an Nase, Augen und Ohren. Die Kälte kroch durch jede Ritze. Also ein guter Schlafsack, ein wasser- und taudichtes Zelt sind min. Grundvoraussetzung. HIER findet ihr unsere gefühlten Gradzahlen in einer Tabelle aufgelistet.

Taizé – Ein internationales Erlebnis
Mit einer sozialen Phobie oder Angst vor Menschenmassen sollte man sich eine Reise nach Taizé vielleicht noch mal überlegen, aber wenn das Gegenteil Fakt ist, hast du hier die Möglichkeit unterschiedlichste Menschen aus unterschiedlichsten Weltecken kennen zu lernen. Wir begegneten Menschen aus Spanien, Italien, Serbien, Krotatien, Holland, Schweden, Schottland, Norwegen, Österreich, Südafrika, Schweiz, Russland, Polen, Frankreich, Neuseeland, Australien, Japan, Korea, und vielen mehr. Wir sangen die Lieder in fast allen Sprachen der Welt und dabei kam es nicht auf die richtige Aussprache an, sondern auf`s einfache Mitmachen und Dabeisein!

Das Taizé-Essen – ´Zurück zum Wesentlichen`
Was sind wir doch oft verwöhnt und vergessen, dass das Einfache doch eigentlich reicht! An Besteck und Geschirr, gab es lediglich einen Löffel, eine Schale für Wasser und einen Plastikteller. Das süße Frühstück mit dem Zartbitter-Schokoladen-Stäbchen war jeden Morgen gleich. Mittags und abends gab es grundsätzlich Essen in Eintopf-Form. Anders wäre ein Versorgen der vielen Menschen auch nicht möglich unter diesen Bedingungen. HIER findet ihr einen Wochenplan mit unseren Mahlzeiten.

Dennoch, wer bestimmte Nahrungsmittel oder Mengen an Essen „glaubt“ zu brauchen, sollte sich einen guten Vorrat mitnehmen oder einen Tag in Cluny genießen, den wir 2012 definitiv miteinplanen!

Alltag in Taizé: Einer unserer sieben Tage
Zum Pflichtprogramm gehörten bei uns definitiv das frühe Aufstehen, die drei Andachten, die Bibeleinführung mit einem Bruder („Kein Stress!“ – Wir haben mit Bruder Hector gesungen, gespielt, gelacht und gequatscht! – Yeah!) und unser nachmittäglicher Gesprächskreis mit Anja und Niklas über Fragen wie:
– Wer hat mich ermutigt nach Taizé zu fahren? Warum habe ich diesem Menschen vertraut?
– Bin ich diese Woche bereit meine Vorurteile, Überzeugungen und Sorgen in Frage zu stellen?
– Interpretiere ich die Bibel oder interpretiert die Bibel mich?
– Was sind eurer Meinung nach einige nötige Regeln um gut zusammenzuleben (in Schule, Uni, Arbeit, Familie, Freunde, etc.)?
– …
… also Fragen, die sich auf unseren Alltag beziehen. Wo ist Gott in unserem Alltag? Gibt es ihn dort überhaupt? …
HIER kommt ihr zu einem Beispiel-Tagesablauf von unserer Zeit dort. …

Das Taizé-Schlagwort-Interview mit Julia & Yannick
Wer könnte einem Taizé schmackhafter machen als zwei Menschen, die Taizé unendlich überrascht und begeistert hat, die gerade dort gewesen, gerade einmal 18 Jahre jung und in ihrem wirklichen Alltag vom Düsseldorfer Altstadtleben, dem Konsum und dem schnellen Stadtleben „City-Flow“ geprägt sind.
Ein unbedingtes Muss :-).
HIER das ganze Interview…

Und abschließend noch ein paar Foto-Impressionen. Viel Spaß! Falls du mehr über Taize erfahren möchtest, klick HIER!

Viele Grüße,
eure Steffi (und Julia, Frauke, Yannick und Andreas!)

Und zum Abschluss-Schluß:
Es wurde ja viel gesungen- einiges findet man auf youtube.
Hier eine kleine Auswahl!
Bleibet hier und wachet mit mir (Live aus Taize) und HIER vom Chor gesungen
Behüte mich Gott
Meine Hoffnung und meine Freude und HIER vom Chor gesungen
Laudate omnes gentes
…und vieles mehr… Reinhören lohnt sich!!!

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