Paris-Fahrt Teil 6: Tour Kultur

Die Tour de Kultur
Kennen Sie das Gefühl sich entscheiden zu müssen? Entweder warten Sie bei Minusgraden eine Stunde in einer gut 200 Meter langen Schlange oder Sie sehen die Seerosen von Monet nie im Original … wir kennen dieses Gefühl und haben uns für die Seerosen entschieden.
Unsere Tour de Kultur de Paris begann in eben dieser Warteschlange an einem Sonntag in Eiseskälte vor dem Museum d´Orsay. Und wir verraten an dieser Stelle nicht zu viel, wenn wir sagen, dass sich das Warten gelohnt hat … und das nicht nur, weil wir umsonst hineingekommen sind (unter 27-jährige haben freien Eintritt – arme Maike).
Die erste Gänsehaut wurde uns bereits im allerersten Ausstellungsraum beschert: Van Goghs Bilder, ein ganzer Raum voll davon. Danach, … … im Raum der Postimpressionisten wurden Kindheitserinnerungen wach. Stellen Sie sich das bitte so vor: Die Bilder von Seurat, Signac und Delacroix sind in etwa so verpixelt wie das erste Tetris-Spiel für den C 64 … nur sind diese Bilder teurer … und bunter … und wahnsinnig beeindruckend.
Die Zeit im Museum d´Orsay ist für uns wie im Fluge vergangen und das lag nicht nur daran, dass uns diverse Bilder aus unseren Wandkalendern im Original begegnet sind, sondern vor allem deshalb, weil wir kaum wussten, wo wir zuerst hinschauen sollten: Gauguin, Rodin, van Gogh, Manet, Toulouse-Lautrec und vor allem Monet soweit das Auge reicht. Und spätestens hier wird klar, dass Kunstgenuss nichts mit Kunstkennerschaft zu tun haben muss, denn wir haben keine Ahnung und fanden es trotzdem ganz großartig.
Apropos Zeit, die im Fluge vergeht: Haben Sie schon einmal durch eine riesige Bahnhofsuhr auf die Sacre Coeur im Sonnenschein geschaut? Falls nein, alleine für dieses Erlebnis lohnt sich ein Besuch im Museum d´ Orsay, denn das Museumsgebäude ist selbst ein Exponat. All die beeindruckende Kunst des Impressionismus ist in einem alten Kopfbahnhof an der Seine untergebracht, der für die Weltausstellung 1900 gebaut und in den 1980er Jahren aufwendig für das Museum umgebaut wurde. Ergebnis der Umbauarbeiten ist eine lichtdurchflutete, sehr schöne und riesengroße Eingangshalle. Das auffälligste Merkmal dieser Halle ist die Original-Bahnhofsuhr, deren Uhrwerk man bestaunen kann, während man durch die langsam fortschreitenden Zeiger die Sacre Coeur bestaunt.
Zum Schluss lässt sich nur ein Fazit ziehen: Wir würden uns jeder Zeit wieder in die Schlange stellen und waren bestimmt nicht das letzte Mal im Museum d´Orsay.

Viele Grüße,
Maike, Marv, Max und Robsi

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