Paris-Fahrt Teil 4: Besuch der Jugendarbeit der Eglise Reformee

Am Samstagnachmittag fuhren wir mit der gesamten Gruppe nach Aubervilliers, einem Vorort im Norden von Paris. Dort besuchten wir die Église reformeé, eine kleine Gemeinde, die uns von dem Arbeiten und Glauben im sozialen Brennpunkt erzählte.
Die französische Pfarrerin Christine Leis berichtete uns mit übersetzender Unterstützung ihres Mannes von ihrem täglichen Leben in der Gemeinde.
Durch die hohe Einwandererrate in dem Vorort sind auch die Gemeindemitglieder bunt gemischt und die Feste, Feiern und Gottesdienste multikulturell geprägt. Oftmals werden bei Feierlichkeiten Gerichte aus aller Welt aufgetischt.
Doch die finanziellen und sozialen Schwierigkeiten beeinträchtigen das Gemeindeleben sehr. Da die Kirche und der Staat in Frankreich streng getrennt sind, muss sich die Église reformeé überwiegend durch Spenden und Soziale Organisationen am Leben erhalten. Christine Leis betonte, wie wichtig ihre Jugendarbeit ist und … … wie viel die Jugendlichen mitnehmen und welch wunderbare Aktionen sie ins Leben rufen. Besonders beliebt sind Ausflüge mit den Pfadfindern. Doch solche Unternehmungen sind ebenfalls kostspielig. Die Jugendlichen wissen sich zu helfen: Sie backen und verkaufen Kuchen nach den Gottesdiensten oder auf Gemeindefesten.
Christine Leis und andere Mitarbeiter der Gemeinde helfen den Jugendlichen aber auch in Situationen, wie dem Schulalltag. Ob Hausaufgaben oder Nachhilfe, das Foyer ist immer ein Ansprechpartner, für Groß und Klein!
Nach einer kurzen Führung durch die Räumlichkeiten, welche ebenfalls von Geldmangel geprägt sind, erwarteten uns heißer Kakao, Kekse und Croissants. Nun hatte man Zeit noch persönlich ins Gespräch zu kommen, mit Frau Leis oder ihrem Mann, welcher aus Deutschland stammt.
Ich bin sehr dankbar für diesen Nachmittag und die Gespräche im Foyer Protestant. Zu sehen, wie Gemeindearbeit und Jugendarbeit unter anderen Umständen lebt, und das tut sie hier ganz gewiss, war sehr ergreifend. Und ich wünsche mir sehr, dass sich Möglichkeiten und Chancen für die Gemeinde, für die Jugendlichen und für Christine Leis offenbaren, durch die die Église reformeé weiter leben kann!

Viele Grüße, Naemi

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