Mitarbeiterfahrt nach Paris ins Foyer le Pont

Wir waren im Februar mit einem großen Teil des Teams der Kinder- und Jugendarbeit unserer Gemeinde auf einem Fortbildungwochenende in Paris!
Vom 10. bis zum 12. Februar reißten wir mit Ehrenamtlichen und Nebenamtlichen Mitarbeitenden ins Foyer le Pont und haben uns ausgesprochen wohl gefühlt. Es hat von der Begrüßung, über die Tagesgestaltung, die Essensreservierung bis zur Abreise alles sehr gut funktioniert und war von den Mitarbeiterinnen im Foyer hervorragend organisiert!
Unser Ziel, eine Fortbildungsfahrt mit Teambildungscharakter in einem evangelischen Rahmen durchzuführen, wurde voll erreicht und hat alle Mitreisenden sehr beeindruckt.
In den nächsten Tagen wird es hier Erlebnisberichte zu Lesen geben- den Start macht Naemi mit einem kleinen Überblick:

Paris – Mitarbeiterfahrt
Für die Mitarbeiter des Flora2-Teams stand dieses Jahr etwas Besonderes an: ein Wochenendtrip nach Paris!!!
Voller Freude auf die kommenden drei Tage bepackten wir den Gemeindebus und Privat PKWs, um nach Frankreich zu fahren. Im netten 14. Quartier, in dem wir auch die zwei Nächte verbrachten, erwartete uns bereits ein gemütliches Lokal, mit drei-Gänge-Menü. Auch wenn es sich hier eigentlich um ein arabisches Restaurant handeln sollte, war von arabischem Essen leider nicht viel zu sehen – geschmeckt haben Salat, Steak, Pommes-Frites, Bohnen und Mousse au Chocolat oder wahlweise Flan au Caramel trotzdem 😉
Gut gesättigt … … bezogen wir unsere Zimmer im „Foyer le Pont“, unsere Unterkunft der EKiR.
Der Samstag begann mit einer wunderbaren Führung durch Paris. Unter dem Motto „Das protestantische Paris“ besuchten wir alten Kirchen und Gassen, welche von großer Bedeutung für die damals verfolgten Protestanten in Frankreich waren. Besonders die Erzählungen von kleinen Gruppen gläubiger Menschen, die sich heimlich in Kellern und Gewölben treffen mussten, um mit einander in Kontakt zu treten und ihren Glauben „leben“ zu können, berührten mich sehr. Es ist unglaublich, sich vorzustellen, wie viele Menschen an eben diesem Ort, an dem man sich gerade befindet, gestorben sind, für ihren Glauben und ihre Überzeugung.
Trotz dieser schwer im Magen liegenden Themen blieb noch Zeit, sich die schönen Gebäude und Fassaden Paris anzuschauen und auch für ein gutes Mittagessen beim Japaner!
Nach einer kurzen Pause ging es gleich weiter nach Aubervilliers, einem Vorort im Norden von Paris. Dort besuchten wir die Église reformeé, eine kleine Gemeinde, die uns von dem Arbeiten und Glauben im sozialen Brennpunkt erzählte.
Die französische Pfarrerin Christine Leis berichtete uns mit übersetzender Unterstützung ihres Mannes von ihrem täglichen Leben in der Gemeinde.
Durch die hohe Einwandererrate in dem Vorort sind auch die Gemeindemitglieder bunt gemischt und die Feste, Feiern und Gottesdienste multikulturell geprägt. Oftmals werden bei Feierlichkeiten Gerichte aus aller Welt aufgetischt.
Doch die finanziellen und sozialen Schwierigkeiten beeinträchtigen das Gemeindeleben sehr. Da die Kirche und der Staat in Frankreich streng getrennt sind, muss sich die Église reformeé überwiegend durch Spenden und Soziale Organisationen am Leben erhalten. Christine Leis betonte, wie wichtig ihre Jugendarbeit ist und wie viel die Jugendlichen mitnehmen und welch wunderbare Aktionen sie ins Leben rufen. Besonders beliebt sind Ausflüge mit den Pfadfindern. Doch solche Unternehmungen sind ebenfalls kostspielig. Die Jugendlichen wissen sich zu helfen: Sie backen und verkaufen Kuchen nach den Gottesdiensten oder auf Gemeindefesten.
Christine Leis und andere Mitarbeiter der Gemeinde helfen den Jugendlichen aber auch in Situationen, wie dem Schulalltag. Ob Hausaufgaben oder Nachhilfe, das Foyer ist immer ein Ansprechpartner, für Groß und Klein!
Nach einer kurzen Führung durch die Räumlichkeiten, welche ebenfalls von Geldmangel geprägt sind, erwarteten uns heißer Kakao, Kekse und Croissants. Nun hatte man Zeit noch persönlich ins Gespräch zu kommen, mit Frau Leis oder ihrem Mann, welcher aus Deutschland stammt.
Ich bin sehr dankbar für diesen Nachmittag und die Gespräche im Foyer Protestant. Zu sehen, wie Gemeindearbeit und Jugendarbeit unter anderen Umständen lebt, und das tut sie hier ganz gewiss, war sehr ergreifend. Und ich wünsche mir sehr, dass sich Möglichkeiten und Chancen für die Gemeinde, für die Jugendlichen und für Christine Leis offenbaren, durch die die Église reformeé  weiter leben kann!

Viele Grüße, Naemi

Bilder gibt es hier zu sehen –> Fotogalerie

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