Mein persönliches Kirchentags-Highlight: Die 10 Gebote

…und was hat das mit Blütenkelchen zu tun?!
Das Musical „Die 10-Gebote“ hatte ich schon vor der Fahrt für mich zum absoluten Pflichtprogramm erklärt und mich die ganzen Tage darauf gefreut.
Sicherheitshalber saßen wir am Samstag bereits etwa 3 ½ Stunden vor dem offiziellen Beginn des Musicals auf den Stufen vor dem Eingang des Rudolf-Harbig-Stadions, nachdem wir bereits bei mehreren Veranstaltungen wegen Überfüllung der Veranstaltungsräume abgewiesen worden waren. Dass sich das frühe Warten im Nachhinein als überflüssig erwies, sorgte aber nicht für Verbitterung, denn gelangweilt haben wir uns nicht. Es gehört wohl zu den Mysterien des Kirchentags, dass man zwar enorm viel Zeit mit Warten verbringt, sich aber eigentlich nie darüber ärgert, während man „im wahren Leben“ schon bei 5 Minuten Bahnverspätung die Nerven verliert… Während des Wartens konnten wir schon den Proben des etwa 1000-köpfigen Chors lauschen, der das Musical begleitete, und uns auf das Kommende einstimmen. Während um uns herum…… der ein oder andere noch ein Nickerchen auf seiner Picknick-Decke hielt, vertrieben wir uns die Zeit mit Haareflechten und Quatschen. Dabei wurden auch die unsterblichen Worte aus der Überschrift von Christoph gesprochen, leider in nicht ganz jugendfreiem Zusammenhang…
Beim Einlass setzten Marc und Naemi die Ellenbogen ein um uns die besten Plätze in Block O zu sichern.
Um halb acht ging es endlich los! Mehr als zwei Stunden herrlich-schnulzig-mitreißende Songs, die einem eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken schickten. Das Ganze unterstützt durch den riesigen Chor, der in den Rängen hinter der Bühne Platz genommen hatte, und ein großes Orchester. Gezeigt wurde die Geschichte von Moses und dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten, von den sieben Plagen, die über Ägypten kamen und den 10 Geboten, die Moses schließlich gegeben wurden. Und es war wirklich alles dabei: Herzschmerz, Liebe, Wut, Verzweiflung, Freude, Spannung, Grusel. Die Botschaft am Ende war so simpel wie eindrucksvoll: Liebe ist das Gebot! Alles ist gut, wenn der eine den anderen liebt! Bei diesem letzten Lied war am Ende das ganze Publikum auf den Beinen um mit zu klatschen und zu tanzen und das Herzsymbol mit den Händen zu formen. Eine groß artige Stimmung! Und verdienter minutenlanger Applaus für die wirklich tollen Darsteller! Besonders erwähnen möchte ich noch den Dirigenten, der wirklich mit vollem Körpereinsatz für die richtigen Töne sorgte. Ein Wunder, dass der nicht von der Bühne gefallen ist!
Komponiert hat das Musical übrigens Dieter Falk, den man aus den etwas älteren Popstars-Staffeln kennt. Die weibliche Hauptrolle spielte passenderweise Bahar von Monrose. Den meisten Soloapplaus erhielt aber Stefan Poslovski, der in wohl allen wichtigen Musicalproduktionen mitgewirkt hat, alias der böse Pharao. Bei diesen großartigen Darstellern kam das Stück auch ohne Bühnenbild und aufwändige Kostüme aus.
Schön war es auch, dass wir doch eine relativ große Gruppe zusammengetrommelt hatten, die mit uns das Musical besuchte, auch wenn das Konkurrenzprogramm zugegebenermaßen auch nicht von schlechten Eltern war.
Es war ein absolut gelungener Abend und meine Erwartungen wurden noch übertroffen! Noch auf dem gesamten Rückweg zum Quartier sangen wir die Zeilen der Lieder.
Zu Hause habe ich mir sofort die CD bestellt, die mittlerweile bei mir rauf und runter läuft und mich an diesen unvergesslichen Abend und den tollen Kirchentag erinnert …
…auch wenn das alles nichts mit Blütenkelchen zu tun hat!

Viele Grüße,
eure Ruthi

Und HIER gehts zur offiziellen Webseite des Musicals „Die 10 Gebote“!

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