Innenansicht eines Mitarbeiters: Sören über „Neue Wege“…

Neues Team
Ab dem 01.01.2013 besteht eine konkrete Zusammenarbeit zwischen dem Jugendheim Lutherkirche und der Flora 2 der Friedenskirche im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. Auch wenn schon im letzten Quartal des Jahres 2012 eine interne Zusammenarbeit, oder sollten wir vielleicht „Übernahme“ sagen, beider Einrichtungen bestand. Dies kam dadurch zustande, dass einige Mitarbeiter des Jugendheims Lutherkirche eine Stelle bei der Übermittagsbetreuung in der Flora 2 übernommen haben. Und schon nach so einer kurzen Zeit muss ich sagen „Vom Feeling her habe ich ein gutes Gefühl“ (Andreas Möller).
Anfangs war es etwas komisch für die, sagen wir mal scherzhaft an dieser Stelle „Konkurrenz“ zu arbeiten. Aber wer so herzlich von allen Mitarbeitern der Flora 2 aufgenommen und akzeptiert wird, dem plagt auch in diesem Falle kein „schlechtes Gewissen“. Ganz im Gegenteil! Schon seit über zehn Jahren arbeite ich ehrenamtlich bei uns im Jugendheim der Lutherkirche und nun seit einigen Monaten eben auch in der Flora 2 der Friedenskirche und fühle mich auch dort schon genauso wohl.
In beiden Einrichtungen steckt so viel unterschiedliches Potenzial, dass wenn man so zusammenkommt, nur etwas noch besseres entstehen konnte. Ein Bespiel gefällig? Schon Ende des letzten Jahres entstand das erste große gemeinsame Projekt zwischen den beiden Jugendeinrichtungen. … … Die Flora 2 hatte schon seit längerem die Überlegung eine Hobbyfußballmannschaft zu gründen. Und wie das Schicksal eben so spielt, ergaben sich bei den Mitarbeitern des Jugendheims Lutherkirche die gleichen Überlegungen.
Für mich gibt es nur „entweder- oder“. Also entweder voll oder ganz! (Toni Polster)
Wenn man plant eine Hobbyfußballtruppe neu zu gründen, muss man zuerst einmal etwas rumspinnen und seinen Ideen freien Lauf lassen. Für die Umsetzung braucht man einige Realisten, die einem sagen, was überhaupt möglich ist, ein paar Pessimisten, die auch ab und zu mal die überschwängliche Euphorie bremsen und wieder aufs Mögliche verweisen, aber vor allem braucht man Optimisten, die so eine Idee ins Rollen bringen, sich nicht leicht unterkriegen lassen und einen immer wieder anspornen, es weiter zu probieren. Und dank all dieser Leute nahm die Idee einer Hobbymannschaft immer mehr Konturen an.
Die Idee fand auch in beiden Kirchengemeinden großen Anklang, weshalb wir schon schnell grünes Licht für dieses Projekt bekamen. Zugegeben, wir planen keinen neuen Flughafen zu bauen, aber sobald man sich allein schon Gedanken über die Finanzierung des Ganzen macht, umso schneller stellt man fest, wie wichtig es ist eine gute Unterstützung zu haben und positives Feedback zu bekommen.
Das erste Meeting
Im Nachhinein muss man sagen, dass das Projekt unheimlich schnell und ohne große Schwierigkeiten entstand. Aber nachdem man grünes Licht für das Ganze bekommt, hofft man doch dass alles klappt. Bis dahin wussten wir ja auch noch nicht, ob wir überhaupt genügend Jugendliche und junge Erwachsene finden, die sich für so etwas interessieren und vor allem Zeit haben. Aber auch hier hatten wir Glück, innerhalb von zwei Wochen fanden sich knapp 30 Jugendliche, die ein großes Interesse zeigten. Im ersten Moment hört sich das natürlich viel an, aber so einen großen Kader braucht man auch um in die Saison zu starten.
Und um sich alle einmal kennenzulernen, wurde ein erstes Team- Meeting organisiert. Auf der ersten Sitzung wurden die verschiedensten Sachen besprochen, überlegt und abgestimmt. Darunter zählte u.a. einen geeigneten Heimplatz für unsere Spiele zu finden, es wurden relevante Informationen und Daten über die Spieler gesammelt und es wurde nach einem geeigneten Namen und über ein Mannschaftslogo abgestimmt. Und hier war sich das Team schnell einig! Der „JFE Bilk ev.“ war gegründet. Der Name setzt sich folgendermaßen zusammen. Das JFE steht für „JugendFreizeitEinrichtung“, Bilk, da sich beide Einrichtungen im schönen Stadtteil Bilk befinden und das „ev.“ steht für evangelisch (auch wenn jeder Jugendliche, egal welcher Religion, Hautfarbe oder Nationalität bei uns im Team willkommen ist und das zeigt auch unser aktueller Kader).
Der erste Feinschliff
Um uns auch auf dem Fußballfeld und spielerisch besser kennenzulernen, organisierten wir dann auch schon das erste gemeinsame Turnier. Zwar nur in einer Cageball Halle, aber trotzdem war das Ganze schon einmal ein wichtiger Schritt um zu einem Team zu werden. Und was für einen tollen Einstand wir hatten. Mit weit über 20 Jugendlichen aus dem Team fand das Ganze statt und alle hatten ihren Spaß und waren begeistert. Weitere Turniere in der Halle und auch Spiele auf dem großen Feld sollten folgen.
Da wir uns nicht immer nur auf dem Platz begegnen wollten, bieten wir allen Jugendlichen jeden Dienstag an, sich bei uns im Lutherkeller ab 19 Uhr zu treffen. Aber es muss natürlich nicht immer nur um Fußball gehen. Denn wir laden alle Jugendliche und junge Erwachsene in unseren „Offenen Treff – Lutherkeller“ ein. Über Facebook werden alle auf dem Laufenden gehalten, welches Programm wir uns für den jeweiligen Dienstag überlegt haben.
Trotz des Faktes, dass wir mit der Planung des Ganzen fast durch sind und wir ab Februar schon in der „Bunten Liga“ starten werden, gibt es immer noch genügend Baustellen um dieses Projekt auch auf Dauer am Leben erhalten zu können. Auch wenn wir eine tolle Unterstützung durch beide Gemeinden bekommen, sind wir für jegliche Spenden und Unterstützung für unser Team sehr dankbar.
Zum Schluss muss man sagen, dass dieses Projekt nur dadurch möglich wurde, dass unsere beiden Einrichtungen zusammengegangen sind bzw. vielmehr zusammengehen mussten. Was auf den ersten Blick für viele vielleicht nicht denkbar war, konnte nur dadurch funktionieren, dass beide Einrichtungen so tolle, freundliche, offene und besonders engagierte Mitarbeiter haben. Außerdem sind wir froh so eine tolle Gemeinde im Rücken zu haben. Ich bin mir sicher, nicht überall wäre so ein Projekt so gut zustande gekommen. Ich persönlich freue mich ein Teil beider, oder sollte ich besser sagen, dieser neuen gemeinsamen Einrichtung zu sein. Ich freue mich auf die Arbeit mit den Jugendlichen und auf ein erfolgreiches Jahr 2013.
Ich habe fertig! (Giovanni Trappatoni).

Viele Grüße, euer Sören

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