Die „Abendtüte“- leckere Speisen zum selber kochen!

A1Geht es euch auch manchmal so:
Es ist Abend und ihr seid auf dem Weg nach Hause und habt Hunger! Was nun? Jetzt noch was kochen? Und wenn ja, was? Nudeln? Ja, das ginge… Zwar etwas langweilig, aber was soll’s?! Aber dafür jetzt noch zum Supermarkt? Dann vielleicht doch lieber einfach wieder den Burger vom McDrive? Nicht grade gesund….
An genau diesem Punkt setzt das Konzept der ABENDTÜTE an.
A2-Zur Auswahl stehen regelmäßig wechselnde Gerichte. Man bestellt im Internet das gewünschte Gericht und bekommt am Abend eine fertig gepackte Tüte mit allen benötigten Zutaten – genau in der richtigen Menge, so muss man nix wegschmeißen! – und dem entsprechenden Rezept, das man dann zu Hause selbst kochen kann.
Ich hab’s getestet!
Am Abend vorher suche ich auf der Homepage in aller Ruhe aus, was ich kochen möchte. Bei den Rezeptvorschlägen steht auch, was man für dieses Rezept im Haus haben sollte. Meistens ist das nicht mehr als Salz, Pfeffer und Olivenöl (und selbst das kann man, wenn es ganz schlecht im heimischen……Schrank aussieht, separat mitbestellen). A3Keins der Rezepte soll länger als 30 Minuten dauern. Bis 12 Uhr Mittags muss man bestellen, dann bekommt man die Tüte noch am gleichen Tag. Man kann die Tüten übrigens auch für zwei Personen (oder mehr) packen lassen.
Bei meiner ersten Bestellung entscheide ich mich für Pasta mit Kürbis, getrockneten Tomaten und Steinpilzen für Zwei (Freund darf auch mitessen!).
A4Bei der Lieferung kann man zwischen mehreren Varianten wählen. Man kann entweder zwischen 16 und 18 oder zwischen 18 und 20 beliefert werden. Wenn man sich nicht so genau festlegen kann, kann man die Tüte auch an zwei Abholstationen einsammeln. Da ich den Nachmittag frei habe, wähle ich die Lieferung zwischen 16 und 18 Uhr.
Und beginne mich vorzufreuen!
A5Um kurz vor fünf klingelt der sehr freundliche Lieferant und verunsichert mich kurz. Gibt man dem Chef persönlich (ich glaube ihn von der Internetseite zu erkennen) Trinkgeld?! Oder ist das unhöflich?! Der Moment verstreicht ungenutzt. Wie auch immer… Jetzt geht’s ans Kochen!
Beim Auspacken der Tüte fühle ich mich ein wenig wie beim Geschenkeauspacken, obwohl ich ja eigentlich weiß, was mich erwartet. a6In einzelnen Tütchen sind die Zutaten liebevoll eingepackt: ein Rosmarinzweig, eine einzelne Knoblauchzehe, eine Zwiebel, ein Tütchen Steinpilze, etwas Brühe, ein Schälchen mit getrockneten Tomaten, ein Tüte mit Nudeln und ein kleiner halber Kürbis. Die Zutaten sind frisch und regional und aus biologischem Anbau. Also definitiv besser als der Burger um die Ecke! Ich freue mich über die ausgefallenen Zutaten. Ich habe noch nie selbst mit Kürbis gekocht! Und auch wenn ich schon hin und wieder auch mal selbst Pasta koche, wäre ich nie auf diese Kombination gekommen!
A7Das Rezept ist knapp und verständlich geschrieben und wirklich ziemlich einfach. Das schaffe ich auf jeden Fall in 30 Minuten. Ich schnibbel die Zutaten nach Anweisung klein, setze Nudelwasser auf und habe ein richtig gutes Gefühl dabei, selbst zu kochen. Während die Sauce einkocht, decke ich den Tisch, denn ich finde, anders als die Tiefkühlpizza lädt dieses Essen dazu ein mit Serviette und Kerze auf dem Tisch zu essen und nicht von Küchentüchern auf dem Sofa vor dem Fernseher!
Dann kommt der große Moment: Probieren! Und nicht nur wir beide sind begeistert sondern auch Schwester und Vater, die überraschend hereingeschneit sind und auch eine kleine Portion abbekommen. Kürbis und Steinpilze finden wir alle super und ich schmücke mich mit den (unverdienten) Lorbeeren für dieses Essen. Ich nehme mir vor, demnächst öfter mit Kürbis zu kochen.
A1Außerdem nehme ich mir auch vor, mir öfter mal so eine Tüte zu erlauben. Das hat mir richtig gut gefallen. Man isst irgendwie bewusster. Vielleicht hat das damit zu tun, dass man das Essen dann doch irgendwie selbst gekocht hat. Das wissen auch die Mitesser zu schätzen. Oder damit, dass man sich von der Auswahl des Essens bis zum Abend darauf freuen kann. Und dann natürlich die schönen Zutaten! Da hat man nach dem Essen auch noch das Gefühl, dass man sich grade etwas Gutes getan hat. Zu guter Letzt finde ich es auch wirklich super nichts wegschmeißen zu müssen. Wie oft ist mir schon die Hälfte der Zucchinigroßpackung vom Aldi im Regal vergammelt…?!
Das Ganze hat natürlich auch seinen Preis… Jeden Tag geht das nicht. Aber mir erscheint er für diesen Service absolut angemessen und lohnend. Viel günstiger wären wir zu zweit beim McDrive auch nicht davon gekommen. Dann doch lieber so!
Probiert’s selbst!

Eure Ruthi

P.S. Die Fotos sind von meiner zweiten Abendtüte „Pastasotto mit Gorgonzola und Tomaten“!

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