2011 – Das Jahr der Comicverfilmungen: KinoFino´s Gedanken zu X-Men- Erste Entscheidung

Es war glaube ich 2007, als Pfarrer Tischler im Konfiunterricht folgende Theorie verkündete: „Diese ganzen Comichelden, die ihr so toll findet, die sind doch alle von Helden aus der Antike abgeguckt!“. Attu und ich ließen uns auf diese Herausforderung ein: „Was ist mit Superman?“ –„Übermäßige Kräfte: Herkules!“ „Was ist mit Batman?“ –„Die Flügel: Icarus!“. Das war etwas arg weit hergeholt, aber wir machten weiter. „Was ist mit Spiderman?“ Pause. „Jagut, das was ich grade gesagt habe stimmt vielleicht doch nicht“. Wir hatten damit heldenhaft gewonnen.
Doch eine Sache steht irgendwie fest: Wir Menschen… … sind von übermenschlichen Fähigkeiten fasziniert. Deshalb hat uns Hollywood in den letzten 10 Jahren eine gigantische Vielzahl von Comicverfilmungen beschert, und dieser Trend ebbt nicht ab. In diesem Jahr kam Thor und es kommen noch Green Lantern und Captain America. Die Dreharbeiten zu Batman 3, den Avengers, Spiderman und dem nächsten Superman starten in Kürze. Einzig Flash, der schnellste Mann des Universums, lässt noch auf sich warten 😉

Höchste Zeit wieder einen Kinobesuch zu tätigen: X-Men: Erste Entscheidung, natürlich auch ein Comicfilm, spielt zeitlich vor den bekannten X-Men Filmen und hat alle meine Erwartungen übertroffen. Die beiden Jungen Charles (später Professor X) und Erik (später Magneto) stammen beide aus völlig unterschiedlichen Verhältnissen, entdecken aber beide außergewöhnliche Fähigkeiten an sich. Charles wächst behütet in einer riesigen Villa auf und kann Gedanken lesen, Erik wird mit seiner Mutter in ein KZ eingeliefert und entdeckt, dass er unter Stress Metall beeinflussen kann. Später im Film werden sie Freunde und in den späteren Filmen sind sie alte Männer und erbitterte Feinde. Die Story (ja, es gibt eine) ist brillant und ohne dummstumpfe Action erzählt und arbeitet wunderbar auf die folgenden Filme hin, ohne dabei ins Düstere zu driften. Es gibt zahlreiche Gags und sogar eine kleine Wiedergeburt von Lord Helmchen. Für die weiblichen Fans gibt es einen knackigen Cameoauftritt von Wolverine (Hugh Jackman), welcher der einzige wirklich „bekannte“ Schauspieler des Filmes ist. Trotzdem, oder gerade deswegen funktioniert dieses wirklich sehenswerte Mutantenspektakel wunderbar und ist für mich zweifelsohne der beste Film der Reihe. Und um überhaupt einen Kritikpunkt zu nennen: Der Soundtrack ist von Take That und gehört echt nicht da hin. Ihr jedoch gehört ins Kino!

Euer Kinofino

Dieser Beitrag wurde unter ...aus dem Leben eines Ehrenamtlers! abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.